Die Tuchfabrik in der Teichstraße 56 ist eine der wenigen Textilfabriken, die heute noch existieren. 1986 erfolgte die Umbenennung in Technische Textilien Lörrach (TTL). Der Betrieb hat sich schon länger auf die Herstellung technischer Nadelfilze für den Umweltschutz und andere Anwendungen in der Industrie spezialisiert. Gegründet wurde die Tuchfabrik 1838 von Friedrich vom Hove (1805 – 1838) aus Basel. Ihr Areal liegt unterhalb der Hochterrasse am Gewerbekanal. Es wurden vornehmlich Tuche aus roher Wolle hergestellt, die als „Lörracher Halbleinen“ weithin bekannt wurden. Für die Produktion wurden hauptsächlich Shedhallen erstellt. 1872 wurde die Tuchfabrik als erste Firma im Wiesental eine Aktiengesellschaft. Sie gehörte zu den Firmen, die 1898 als erste Strom aus Rheinfelden bezogen. 1903 konnte das neue repräsentative Bürogebäude bezogen werden. Heute steht es unter Denkmalschutz. Die Tuchfabrik gehörte wie die KBC zu den Aktionären für Bau und Betrieb der Gewerbebahn und erhielt einen eigenen Gleisanschluss.



