Aichele Park

Aichele Park / Baslerstraße 122

Aichele Park

Aichele Park / Baslerstraße 122

Im Aichele Park stehen zwei der im 19. Jahrhundert erbauten Industriellen Villen. Die obere Villa Aichele ließ KBC-Miteigentümer Nicolas Koechlin 1861 bauen. In neobarockem Stil mit repräsentativem Treppenaufgang ist die Front demonstrativ als Blickfang zur Stadt gerichtet. Die gleichzeitig erstellte südlichere, untere Villa von KBC-Geschäftsführer Albert Aichele wirkt dagegen nüchterner. 1901 wurde die obere Villa an seine Witwe, Marie Aichele, verkauft. Tochter Helene Siegfried-Aichele (1867 – 1966) führte als emanzipierte Künstlerin in Berlin und Grafenhausen ein selbstbestimmtes Leben. Für beide Villen bürgerte sich der Name „Aichele“ ein, bis in die 1930er Jahre blieben sie in Familienbesitz. Die untere Villa wurde unter den Nationalsozialisten Sitz der Gestapo. Nach 1945 war die obere Villa zuerst Sitz der französischen Militärverwaltung. Danach kam sie in Besitz der Stadt, die den Park 1959 mit seinen ausgefallenen Bäumen, Stauden und dem historischen Lanzengitterzaun für alle öffnete. Seit 2021 ist hier ein Gastro-Betrieb eingerichtet.

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