Die Firmen KBC und Sarasin erzeugten schon selbt Gas für ihre Beleuchtung. Der Basler Ingenieur Karl Heinrich Gruner (1833 – 1906) errichtete 1865 das erste Gaswerk an der Ecke Teich-/Kanderner Straße. Das Gebäude mit Staffelgiebeln steht noch. Gruner erhielt die Konzession für die Stadtbeleuchtung. Gas ersetzte Petroleum und wurde durch Verkokung von Steinkohle gewonnen. Der Koks wurde als Heizmaterial verkauft. 1891 erwarb die Stadt das Gaswerk. Strom lieferten seit Inbetriebnahme des Flusskraftwerks 1898 die Kraftübertragungswerke Rheinfelden (KWR). 1912 gründete Lörrach mit umliegenden Gemeinden einen Gasverbund, der sich noch deutlich erweiterte. Ein neues Gaswerk wurde 1921 am Wieseweg in Betrieb genommen. Steigender Gasverbrauch erforderte riesige Mengen an Steinkohle. Der Bau der Gewerbebahn 1921 war daher notwendig. Von 1953 bis 1964 wurde eine neue, große Kokereianlage betrieben, die sich aber wegen der Konkurrenz Heizöl nicht rentierte und deshalb gesprengt wurde. Seit 2001 gehört die „Gasversorgung Lörrach“ zu Badenova.


